Laplace-Kriterium
Das Laplace-Kriterium ist eine Methode zur Entscheidungsfindung unter Unsicherheit, die auf der Annahme basiert, dass alle möglichen Ergebnisse gleich wahrscheinlich sind.
Grundprinzip
Das Laplace-Kriterium geht davon aus, dass es vernünftig ist, die Wahrscheinlichkeiten verschiedener Ergebnisse als gleich anzunehmen, wenn keine Informationen darüber vorliegen. Dabei wird für jede Strategie ihr durchschnittliches Ergebnis über alle möglichen Ausgänge berechnet.
Mit anderen Worten, jedes Ereignis wird als gleich wahrscheinlich betrachtet, und die Strategie wird auf der Grundlage des maximalen Durchschnittsergebnisses ausgewählt.
Anwendung des Kriteriums
Der Anwendungsprozess umfasst die folgenden Schritte:
- Für jede Strategie werden alle möglichen Ergebnisse summiert.
- Die resultierende Summe wird durch die Anzahl der Ergebnisse geteilt, um den Durchschnittswert zu ermitteln.
- Es wird die Strategie mit dem höchsten Durchschnittsergebnis ausgewählt.
Somit spiegelt das Laplace-Kriterium einen neutralen Ansatz wider, der weder zu Optimismus noch zu Pessimismus neigt.
Vor- und Nachteile
Vorteile:
- Einfachheit und logische Nachvollziehbarkeit der Anwendung bei fehlenden Informationen über Wahrscheinlichkeiten.
- Ausgewogene Bewertung aller Ergebnisse.
Nachteile:
- Die Annahme der Gleichwahrscheinlichkeit der Ergebnisse entspricht oft nicht der realen Situation.
- Besondere Merkmale einzelner Ergebnisse, die von entscheidender Bedeutung sein können, werden ignoriert.
Category:Decision analysis